Top
MigraAktiv+ - Migrafrica
fade
5974
post-template-default,single,single-post,postid-5974,single-format-standard,eltd-core-1.0,ecwd-theme-flow,flow-ver-1.3.5,,eltd-smooth-page-transitions,ajax,eltd-blog-installed,page-template-blog-standard,eltd-header-type2,eltd-sticky-header-on-scroll-up,eltd-default-mobile-header,eltd-sticky-up-mobile-header,eltd-dropdown-default,wpb-js-composer js-comp-ver-4.11.1,vc_responsive

MigraAktiv+

MigraAktiv +


Mit dem Projekt MigraAktiv+, gefördert durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration durch die Bezirksregierung Arnsberg, verfolgen wir das Ziel im Zeitraum von zwei Jahren, Vertreter*innen von bis zu zwölf, überwiegend afrikanischen, migrantische Organisationen (MOs), die im Bereich der Inklusionsarbeit in unterschiedlichen Städten in Nordrhein-Westfalen tätig sind zu beraten und fortzubilden, um diese effektiv zu professionalisieren, zu vernetzen und zu stärken.

Neben der engmaschigen Betreuung dieser zwölf Vereine bieten wir im Rahmen des Projektes laufende Beratung für alle interessierten MOs an, die Unterstützung bei ihrer Arbeit benötigen. 

Während zwei Projektphasen (pro Jahr) werden jeweils bis zu sechs MOs dazu befähigt, sich in der Förderlandschaft selbstständig zu “bewegen”, die eigene Existenz zu sichern, ihre Arbeit effektiv und nachhaltig gestalten zu können sowie in der Gesellschaft als wichtige Akteure sichtbar zu werden. Die Organisationen (mehrheitlich eingetragene Vereine) werden während des Projektzeitraums zudem dabei begleitet, Projektideen zu entwickeln, diverse Fundraisingmethoden kennenzulernen und ihre eigenen Projekte zu implementieren und erfolgreich abzuschließen. Ferner werden die MOs mit Ehrenamtlichen und Studierenden/Praktikanten vernetzt, sodass sie zusätzlich flankierend hinsichtlich ihre operativen Tätigkeiten (bspw. Anträge mit schreiben, Verwaltungstätigkeiten, Seminare organisieren etc.) unterstützt werden. 

Auf diese Weise können die MOs effizient und operativ in ihrer Arbeit im Inklusionsbereich tätig sein und eine große Anzahl an Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte erreichen und erfolgreich bei ihrem Inklusionsprozess begleiten. Sie können ihr gewonnenes Wissen, ihre Erfahrungen und Erkenntnisse hinsichtlich Organisationsentwicklung nutzen, um als Multiplikator*innen andere Vereine zu aktivieren und fortzubilden sowie diese ebenfalls in das bestehende Netzwerk zu integrieren.


Erstes Projektjahr 2019


Nach ersten Schritten der Projektplanung, begannen im Mai 2019 wir in der Aktivierungs- und Motivationsphase potentielle TN über unsere –  und Partner-Netzwerke, wie dem Kommunalen Integrationszentrum und das Elternnetzwerk, zu aktivieren. 

Ferner informierten wir im Rahmen unserer anderen Projekte, in denen wir bereits eng mit verschiedene MOs zusammenarbeiten (bspw. Multiplikatoren + und Green Up +) die MOs auch über unser neues Projekt.

Alle interessierten MOs wurden eingeladen sich für das Projekt mit einem einfachen Bewerbungsformular zu bewerben. Auf Basis der projektspezifischen Kriterien wurden die Organisationen nach Themenschwerpunkten, zeitlichen Ressourcen, Motivation etc. ausgewählt, um sicherzustellen, dass sie ihren eigenen Professionalisierungsprozess bewältigen wollen. 

Im Anschluss haben wir folgende fünf Vereine offiziell in das Programm mit aufgenommen:

  • Starke Frauen Starke Kids setzt sich für das nachhaltige Empowerment für alleinerziehende Mütter mit Migrationsgeschichte durch Einzelberatung und Freizeitangebote in Köln ein. 
  • MamaKiya unterstützt vorwiegend Lateinamerikaner*innen in NRW hinsichtlich ihrer gesellschaftlicher Inklusion und Partizipation durch ein interaktives Forum und gezielte Beratung hinsichtlich beruflicher Anerkennung. 
  • JamaNyeta begleichtet vorwiegend geflüchtete Menschen mehrheitlich aus Westafrika bei ihrem Integrationsprozess in NRW. 
  • ANAD fördert die Integration von mehrheitlich aus afrikanischen Ländern geflüchteten Personen durch Einzelberatung und einem mobilen Dienst in der Eifel.
  • ADDE Wuppertal setzt sich für eine gleichberechtigte Gesellschaft durch den Austausch zwischen Mehrheitsgesellschaft und Minderheiten und Lernangebote für Geflüchtete im Bereich Gastronomie (Lernrestaurant) ein.  

Die teilnehmenden MOs stehen bezüglich des Grades ihrer Professionalisierung an sehr unterschiedlichen Organisationsentwicklungsstufen, sind allerdings durchweg sehr motiviert. 



Workhops


Seit dem Projektstart haben wir zum jetzigen Zeitpunkt bereits fünf Workshops konzipiert und durchgeführt, bei dem die teilnehmenden MOs in verschiedenen Teilgebieten fortgebildet wurden und sich gegenseitig austauschen konnten. 

Im ersten Workshop am 12.07.2019 klärten wir die Vereine nochmal detailliert über den Projektablauf, insbesondere die verschiedenen Meilensteine, auf und erarbeiteten mit ihnen die grundlegende Ausrichtung ihres Vereins. Mithilfe des „CANVAS-Business Modell“, das wir im Voraus des Workshops auf die konkrete Arbeit von MOs anpassten, wurden die Vertreter*innen dazu angeregt über die Stärken und Zielsetzungen ihrer eigenen Organisationen zu reflektieren. Anschließend legten die Vereine ihre Ziele und wichtige Arbeitsschritte mit Deadlines in einer “Road Map” fest, die die Grundlage für die Einzelarbeit der nächsten Monate darstellten.

Der zweite Workshop am 13.09.2019 widmete sich der Profilschärfung der Vereine, da wir in der Evaluation des ersten Workshops bemerkten, dass den TN eine spezifische Ausrichtung im großen Feld der Inklusionsarbeit fehlte.

Mithilfe einer s.g. internen Analyse erarbeiteten die Vertreter*innen der MOs ihre Ressourcen, beispielsweise ihre spezifischen Kompetenzen, zeitliche Kapazitäten und bestehende Projekte usw.. In einer s.g. Umwelt- oder Umfeldanalyse definierten die MOs ihre Zielgruppen genauer und analysierten die bestehende Fundraisingmöglichkeiten, wie bspw. öffentliche Fördermöglichkeiten und Spenden etc.. In diesem Prozess wurde den TN neben ihren Stärken auch bewusst, wo sie noch Unterstützungsbedarf haben. Diese Analyse bildete die Basis für die Anmeldung zum Kölner Marktplatz der Freiwilligenagentur am 28.10.2019 im VHS Forum in Köln, zu dem wir die TN alle sehr herzlich einluden. Ziel der Veranstaltung ist es gemeinnützige Organisationen mit Firmen etc. zu vernetzen und mögliche Unterstützung durch Firmen zu erhalten. Für die Anmeldung mussten die TN zum einem ihre Tätigkeit, zum anderen ihre Bedarfe darlegen, wofür die vorige Analyse der Umwelt und der internen Ressourcen die Grundlage boten. 

Im dritten Workshop am 4.10.2019 widmeten wir uns dem Thema Sichtbarkeit und Fördermöglichkeiten. Wir klärten die MOs darüber auf, was sie bei der Gestaltung ihrer Öffentlichkeitsarbeit beachten müssen. Beispielsweise thematisierten wir den dringenden Bedarf von professionellen Fotos für die Homepage und gaben den TN wichtige Fragen mit an die Hand, mit denen sie strukturiert Texte für ihre Homepages verfassen können.

Darüber hinaus informierten wir die TN über die verschiedenen Schritte zu einem Förderantrag und wie sie die passenden Förderer für ihre Projekte finden. 

Im vierte Workshop am 18.10.2019 ging es um das Thema Kommunikation und Strategieentwicklung, die aus unserer Sicht eng miteinander verknüpft. Basis dieser beiden Themen war der s.g. wertorientierte Ansatz aus der Team- und Organisationsentwicklung “Appreciative Inquiry”, der grundsätzlich den Blick auf das Positive in der Betrachtung von Organisationen lenkt. 

Zum einem entwickelten die TN eine Strategie für ihre Vereine für die nächsten fünf Jahre, indem sie zunächst analysierten, was gut in ihren Vereinsstrukturen läuft und wie sie auf diesen Aspekten aufbauen können.

Zum anderen diskutierten wir mit den TN das Thema Kommunikation in der Vereinsarbeit, wobei wir auch die Empfehlung aussprachen sowohl für die interne, als auch die externe Kommunikation, den Blick auf das Positive und Lösungsansätze zu legen.

Der fünften Workshop widmete sich dem Thema Finanzierungsplan und Budgetplanung in der Projektarbeit. Wir thematisierten verschiedene Kostenarten, die Erstellung eines Finanzplans, Mittelabrufe und Verwendungsnachweise.Trotz des trockenen Themas waren die TN durchgehend sehr motiviert und stellten viele interessierte Fragen.



Praktikum und Vernetzung mit Studierenden


Neben den Workshops, machten alle teilnehmende Organisationen ein 1-4 wöchiges Praktikum bei uns im Büro. Neben den Einblicken in unsere Arbeitsabläufen, konnte die TN an ihren eigenen Projektanträgen weiterarbeiten und bei Bedarf jederzeit nachfragen. Alle teilnehmende MOs haben ihre Praktikumszeit sehr effektiv genutzt und konnten so bei Migrafrica diverse Arbeitsschritte kennen lernen und selbst durchführen. Somit gaben alle TN an, dass sie sehr von dem Praktikum profitierten und gerne erneut Praktikum bei uns machen würden. . 

Darüber hinaus wurden die MOs mit Studierenden vernetzt, die wir im Rahmen des Projektes zusätzlich anstellten und die sie bei der Projektantragstellung unterstützen. Diese Zusammenarbeit erwies sich als sehr “fruchtbar”, denn die TN haben sehr viele gute Projektideen, haben allerdings oftmals Schwierigkeiten beim Verfassen der Anträge auf Deutsch. 

Zum jetzigen Zeitpunkt haben zwei der teilnehmenden MOs bereits erste Anträge bei der Stiftung Mitarbeit gestellt. Desweiteren sind alle TN momentan dabei Konzepte und Anträge für verschiedene Projekten bei den Aktion Neue Nachbarn des Erzbistums Köln und der Aktion Mensch zu stellen. 


Homepage


Ferner haben alle fünf TN konzeptionelle und finanzielle Unterstützung bei der Erstellung oder Überarbeitung eines Logos und Homepages erhalten. Zunächst reflektieren die TN darüber, welche Punkte ihnen für die eigenen Außendarstellung besonders wichtig sind. Nach einem Treffen mit dem Designer (Büro Akut GmbH), entwickelte er verschiedene Vorschläge für ein Logo und einer Cooperative Identity passend zum Profil der Vereine.

Zum jetzigen Zeitpunkt befinden sich die Homepages im Aufbau, wobei die MOs ihre Texte für die Homepage finalisieren. 


Zusätzliche Beratung


Neben der engmaschigen Betreuung der erwähnten fünf Vereine haben wir im Rahmen des Projektes MigraAktiv+ viele weitere MOs beraten. 

Zum jetzigen Zeitpunkt begleiten wir drei weitere MOs in ihrem Gründungsprozess:

ICB (Integration Chancengleichheit und Bildung e.V.) setzt sich für die Chacengleichheit und Inklusion von jungen Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte durch Fußball ein. 

Addis@Hope unterstützt die soziale Inklusion von Geflüchteten mehrheitlich aus ostafrikanischen Ländern und fördert Start Ups im Bereich Entwicklungszusammenarbeit.

Eine rumänische Initiative macht sich für die Unterstützung und Inklusion von Frauen aus Rumänien und der Bekämpfung von illegaler Prostitution stark und ist in der Vernetzungsarbeit von rumänischen Arbeiter*innen und deutschen Firmen tätig. Diese Initiative wandte sich aufgrund einer Empfehlung durch das Kommunale Integrationszentrum Köln an uns

Ferner unterstützen wir den Verein Palast der Löwin aus Bonn, der sich für das Empowerment von Migrant*innen durch Tanz einsetzt. Wir begleiteten erfolgreich den Projektantragsprozess bei der Bezirksregierung Arnsberg und unterstützen darüber hinaus bei der Erstellung von pädagogischen Konzepten, die notwendig für die Antragstellung bei der Aktion Mensch ist. 

Das Projekt MigraAktiv+ wird 2020 die Tätigkeiten im Bereich Organisationsentwicklung noch intensiver fortsetzen. Wir hoffen, dass die Vereine durch unsere Unterstützung im Rahmen des Projektes nachhaltig gestärkt werden und ihre Arbeit auch nach Projektabschluss selbstständig fortsetzen können. 

Wir bedanken uns sehr herzlich bei dem Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration und der Bezirksregierung Arnsberg für die freundliche Unterstützung. 

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.