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MEHR POLITISCHE PARTIZIPATION FÜR MENSCHEN MIT MIGRATIONSGESCHICHTE - Migrafrica
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MEHR POLITISCHE PARTIZIPATION FÜR MENSCHEN MIT MIGRATIONSGESCHICHTE

Projekt: MultiplikatorenPlus (M+)
Eine neue Anerkennungs- und Erinnerungspolitik als zentrale Voraussetzung für mehr politische Partizipation

Überlegungen anlässlich der Multiplikator*innen-Schulung im  Rahmen des (M+)Projekts (von Serge Palasie)

 

Vorab
Die Bedeutung sogenannter migrantischer Akteur*innen in Deutschland nimmt in vielen Bereichen stetig zu. Trotz der Vielfalt der von ihnen bearbeiteten Themen konzentrieren sich jedoch nach wie vor viele Aktivitäten auf Bereiche mit einem Bezug zu Integration, Rassismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit oder Flucht und Migration. Ganz klar betreffen diese und ähnliche Bereiche die erwähnte Gruppe oftmals auf besondere Weise, was diese Priorisierung rechtfertigt. Dennoch: Vermehrt sollten auch Themenbereiche von dieser Gruppe besetzt werden, die (noch) nicht per se mit Migrant*innen bzw. mit Menschen mit sogenanntem Migrationshintergrund verbunden werden. Ein großes Hindernis ist hierbei eine hinterherhinkende deutsche Erinnerungspolitik und -kultur, die kaum Identifikations-möglichkeiten für die nicht als Mehrheitsgesellschaft bezeichnete Gruppe bietet. Mangelnde Identifikation mit diesem Land kann eine Ursache für mangelndes politisches Engagement jenseits der eingangs erwähnten Themenfelder sein. Andererseits kann die verbreitete mangelnde Bereitschaft eines grundlegenden Überdenkens der Frage, was und wer heute alles deutsch ist und was und wer nicht, dafür sorgen, dass einem die potentiell „besten Deutschen“ verlorengehen. Durch einen Blick auf die Geschichte der letzten 500 Jahre wird schnell deutlich, dass Menschen aus aller Welt Europas Geschichte mitprägten – und zwar nicht nur als Sklaven und koloniale Untertanen, sondern auch in Bereichen wie der Wissenschaft, Medizin, Architektur oder Philosophie. Spätestens mit der im 19. Jahrhundert in Europa entstehenden Nationalstaat-Idee, die von ethnisch homogenen Völkern ausging, gerieten gesamtgesellschaftliche Leistungen „außereuropäischer“ Akteur*innen durch Auslassungen in Vergessenheit, während die Betonungen der Leistungen europäischer Akteur*innen andererseits genau das Gegenteil bewirkten bzw. immer noch bewirken. Das Bewusstsein hierüber und eine Überholung dieser verstaubten Geschichtsschreibung sind dringend notwendig. In Zeiten komplexer werdender Identitätsrealitäten ist dies im gesamtgesellschaftlichen Interesse. Unabhängig davon gilt es verstärkt jenseits der vertrauten Strukturen tätig zu werden, um auch als Menschen mit sogenanntem Migrations-

hintergrund zunehmend als politische Akteur*innen im gesamtgesellschaftlichen Kontext sichtbar zu werden. Mehr lesen

 

Projektbeschreibung

 

Mit dem Projekt “Multiplikatoren PLUS

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